Tierschutz Nienburg

"Drakenburger Heide" e.V.

Keine verwilderten Katzen ins Tierheim

Fr, 10.Mai 2013 von: Leitung Kategorie: Tierschutz Aktuell

Es häufen sich in letzter Zeit  Anrufe von verzweifelten Haus- und Gartenbesitzern, die sich über nicht-handzahme (verwilderte), freilebende Katzen beschweren. Es wird von uns erwartet, dass wir diese Tiere im Tierheim aufnehmen. Dieses werden wir nicht tun! Natürlich muss den Menschen, aber in erster Linie dem Tier geholfen werden. So ist unser Grundsatz bei verwilderten Katzen:

Einfangen und kastrieren lassen: ja

Im Tierheim unterbringen: nein

Bitte lesen Sie den kompletten Artikel und überlegen Sie dann, wie sinnig es ist, eine verwilderte Katze im Tierheim unterzubringen: (mehr …)


Das Problem der unkontrollierten Vermehrung von Katzen

Fr, 6.Januar 2012 von: Helke Romann Kategorie: Tierschutz Allg.

Die unkontrollierte Fortpflanzung frei lebender Katzen ist ein echtes Tierschutzproblem. Auch kranke und schlecht ernährte frei lebende Katzen pflanzen sich unvermindert fort, was zur Nahrungsverknappung, erhöhtem Stress und zunehmender Verelendung dieser Tiere führt.katzenvermehrung
Angenommen, dass eine Katze wenigstens zweimal im Jahr Nachwuchs bekommt, jeweils nur drei Junge pro Wurf überleben und die Katzen nach 6 Monaten geschlechtsreif sind, ergibt dies nach zehn Jahren die Anzahl von mehr als 80 Millionen Nachkommen.

Verwildern sie, werden sie für manchen Bürger zum Ärgernis. Lautstark tragen sie nachts ihre Revierkämpfe aus.

Die Behörden sind dazu berufen, nicht nur Missstände zu beseitigen, sondern die vorhersehbare Störung der öffentlichen Ordnung zu verhindern. Leidende Tiere sind eine Störung der öffentlichen Ordnung. Nur punktuell gibt es gemeinsame Aktionsbündnisse zwischen Tierschutzvereinen und Veterinärbehörden (z. B.in Herford) und in Paderborn sogar eine Kastrationspflicht per Kommunalverordnung.
Katzen sind wahre Überlebenskünstler und äußerst robust gebaut. Unterernährte, kranke Katzen haben wie gesunde Katzen eine hohe Fortpflanzungsrate und bekommen mehrmals jährlich Junge. Bei einer immer höher werdenden Populationsdichte leiden die Katzen vermehrt an sozialem Stress.

Die Zahl vorhandener Erreger steigt und damit auch die Infektionsgefahr für bisher gesunde Katzen. Sie erkranken an Katzenschnupfen oder anderen Tierseuchen mit bleibenden Schäden wie Blindheit oder Atemnot. Wenn die Tiere Glück haben, landen sie in einem Tierheim, wo sie versorgt werden. Die enormen Kosten tragen oft die Tierschutzvereine alleine.auge-kitte

Es ist ein Teufelskreis ohne Ende, ein Teufelskreis des Leids, hausgemacht von unser ach so zivilisierten Bevölkerung.

Dabei könnte dieser Teufelskreis doch so leicht durchbrochen werden. Es bräuchte doch nur jedermann seine Katze kastrieren lassen! Freilich, das ist mit etwas Geldaufwand verbunden, aber es ist nur eine einmalige Zahlung, die sich jeder leisten kann, und verhindert so viel unsägliches Katzenleid!

Was wir fordern:
Die Kastrationsverpflichtung für alle Halter von Freigängerkatzen und gemeinsame Kastrationsaktionen mit den Kommunen sind dringend anzustreben, um das Leid der Tiere zu minimieren.
Die landesrechtlichen Vorschriften zur Abwehr von Gefahren für die öffentliche Sicherheit und Ordnung ermächtigen die Kommunen Verordnungen zu erlassen.5-von-6
Bekannte Beispiele sind Kommunalverordnungen wie in Paderborn, Düsseldorf und Delmenhorst.

Aber es muss in vielen Fällen im Landkreis schon jetzt gehandelt werden!

Seit vielen Jahren werden schon verschiedene Bereiche sondiert und  dort gezielt vom Tierschutz aus kastriert, wo die Katzenpopulation ernsthafte Problemen hervor gerufen hat.

Aber wenn man wirklich was erreichen will, müssen alle gemeinsam Hand-in-Hand und konsequent mitmachen: Die Gemeinden, der Tierschutz, das Veterinäramt und die Bevölkerung.

Ein Alleingang seitens des Tierschutzvereines ist nicht machbar bzw. unrealistisch.

Der Bundestierärztekammer-Tierschutzausschuss begrüßt den Vorstoß der Stadt Paderborn zur Behebung der Überpopulation frei lebender Katzen und fordert Gemeinden und Landkreise auf sich diesem Vorgehen anzuschließen.

Vielleicht könnte auch bald der Landkreis Nienburg ein Pilotprojekt inizieren? Wenn ja, würden wir uns freuen, von Anfang an mit „in das Boot geholt“ zu werden.


Artikel vom Tierschutz für den Tierschutz

Mi, 26.Januar 2011 von: Helke Romann Kategorie: Tierschutz Allg.

Aus aktuelken Anlass greifen wir nochmals erneut dieses Thema zum Katzenjammer auf.

Die Stadt Verden greift jetzt aktiv in die Katzenproblematik ein und verlangt von jedem Katzenbesitzer, dass sein Tier kastriert werden muss. Es sollen sogar Gutscheine für die Kastrationen ausgegeben werden, um die Halter finanziell zu unterstützen.

Was wir vom Landkreis Nienburg fordern:
Die Kastrationsverpflichtung für alle Halter von Freigängerkatzen und gemeinsame Kastrationsaktionen mit den Kommunen sind dringend anzustreben, um das Leid der Tiere zu minimieren.

Wenn man aber sofort und wirkungsvoll was erreichen will, müssen Gemeinde, Kommune, Städte, Veterinäramt, Bürger und Tierschutz gemeinsam Hand-in-Hand arbeiten und konsequent mitmachen!

Der Bundestierärztekammer-Tierschutzausschuss begrüßt den Vorstoß der Stadt Paderborn zur Behebung der Überpopulation frei lebender Katzen und fordert Gemeinden und Landkreise auf sich diesem Vorgehen anzuschließen.

Vielleicht könnte auch bald der Landkreis Nienburg ein Pilotprojekt inizieren? Wenn ja, würden wir uns freuen, von Anfang an mit “in das Boot geholt” zu werden.

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Appell zur Katzenschwemme

Di, 3.Februar 2009 von: Helke Romann Kategorie: Tierschutz Allg.

Die Zeit läuft davon… bald gibt es wieder die vielen ungewollten kleinen Katzen, wenn keine Vorsorge getroffen wird.
Liebe Leserinnen und Leser, jedes Jahr aufs Neue erleben wir überall in unserem Lande die große Katzenschwemme im Frühjahr und Herbst. Jetzt werden die Meisten von Ihnen sagen, was geht mich das an, ich habe keine eigenen Tiere oder meine Tiere sind kastriert.

Leider ist es aber so, dass genau die Tiere, die Niemandem gehören, weil man sie beim Umzug sich selbst überlassen hat, sie ausgesetzt wurden, verjagt oder man sich nicht um sie kümmert, sich stetig weiter fortpflanzen. Oft im Verborgenen, denn diese Tiere haben Grund dazu, sich zu verstecken, da sie schlechte Erfahrungen mit den Menschen gesammelt haben. Wer aber aufmerksam durchs Leben geht, bemerkt diese Tiere oder ahnt, dass etwas nicht stimmt.
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