Tierschutz Nienburg

"Drakenburger Heide" e.V.
Subscribe

Tierheimkatze Epi

September 18, 2008 By: Leitung Category: Internes, Vermittelt

epi.jpgNicht jeder kennt Epi unsere süsse Bürokatze. Epi leidet an  Epilepsie und benötigt besondere Pflege. Bedingt durch die Nebenwirkungen der  Medikamente, schafft sie es nicht immer rechtzeitig auf ihr Katzenklo. Sie leidet auch, unter anderem, an dem sogenannte Tunnelblick, bei welchem das Blickfeld sehr stark eingeschränkt ist  (sie nimmt alles, was neben ihr passiert, nicht wahr).

Damit sie ungestört leben und herumspielen kann, hat sie seit nun über 2 Jahren unser Verwaltungsbüro in Beschlag genommen. Tagsüber liegt sie in ihrem Kratzbaum und schläft. Manchmal sitzt sie auf der Fensterbank und schaut hinaus und oft hockt sie nachmittags auf einem  der Schreibtische und „organisiert“ diesen  um. Derzeit ist ein Tischtennisball für Epi das ultimative Lieblingsspielzeug. Mit diesem fegt sie durch das ganze Büro und lässt sich dabei nicht stören.

Die Katze wird auf Lebzeit von uns im Tierheim betreut werden, da unsere Mitarbeiter darauf geschult sind, im Falle eines epileptischen Anfalls richtig zu reagieren. Wir haben vor  einem Jahr versucht sie in ein neues zu Hause zu vermitteln, aber durch die fremde Umgebung wurden die epileptischen Anfälle derartig erhöht, so dass sie neu mit ihren Medikamenten eingestellt werden musste. Epi war damals als sehr scheue und nicht gerade handzahme Katze ins Tierheim gekommen. Durch ihre Krankheit  und  die zweimal tägliche Medikamenteneingabe ist sie sehr zutraulich und handzahm geworden . Aber auf den Arm nehmen, lässt sie sich immer noch nicht gerne und knurrt sogleich. Wenn sie einmal per Zufall in das große Büro kommen sollten, dann wundern sie sich nicht. Dort herrscht und waltet unser Epi!

Nachtrag: 28 März 2009

Der epileptische Anfall unserer Epi war an diesem Tage dermaßen schlimm, dass man sie erlösen musste. Epi war unsere Bürokatze, die uns mit jedem Tag mehr ans Herz gewachsen ist.

Wir trauern sehr um dieses liebe Geschöpf. Der einzige Trost ist, dass sie bei uns noch ein schönes, ruhiges Leben verbringen konnte und in ihrer letzten Stunde nicht alleine war.