Tierschutz Nienburg

"Drakenburger Heide" e.V.

Kategorie Archiv für ‘Tierschutz Allg.’

Na dann – Prosit NEUJAHR 2017

Di, 27.Dezember 2016 von: Helke Romann Kategorie: Tierschutz Allg.

knallWährend sich viele Menschen über Raketen und Böller an Silvester freuen, sind diese für Haustiere großer Stress.

„Eigentlich liegt bei der Durchführung von jedem Feuerwerk ein Verstoß gegen das Tierschutzgesetz vor.“

Den Silvesterabend überstehen Hunde am besten in der Nähe ihrer Besitzer – dort fühlen sie sich am sichersten. Keinesfalls sollten sie aber während des Feuerwerks mit ins Freie genommen werden.

Die Vierbeiner sollten daher schon an den Tagen vor dem Jahreswechsel nicht mehr unbeaufsichtigt nach draußen und beim Gassigehen besser nur noch an der Leine geführt werden. Überraschend gezündete Knaller könnten sie so erschrecken, dass sie sonst in Panik davonlaufen.

Ängstliche Hunde nicht trösten – dadurch fühlen sie sich in ihrer Unsicherheit nur noch bestärkt. Am besten bleiben Halter ruhig und gelassen und ignorieren das furchtsame Verhalten des Hundes einfach. Das gleiche gilt auch bei den Katzen. Einfach in Ruhe lassen.

Schon für uns Menschen ist Feuerwerk immer öfter unerträglich laut;  Jedes Jahr erleiden mehrere Tausend Menschen dadurch Innenohrverletzungen, manche tragen gar eine bleibende Beeinträchtigung des Gehörs davon. Geschweige von den Gebäude-,  Auto- oder andere „Sachschäden“ des einen oder anderen „Silvesterunfalls“.

Im Skigebiet Nassfeld hatten Urlauber ihren Hund mit ins Freie genommen, als mit dem Abschiessen von Raketen begonnen wurde. Plötzlich nahm das Tier eine Rakete, an der die Lunte bereits brannte, ins Maul. Der Feuerwerkskörper detonierte unmittelbar darauf, der Hund erlitt tödlich Verletzungen. 31.12.2005

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Winterzeit, Igelzeit

Mi, 14.September 2016 von: Helke Romann Kategorie: Tierschutz Allg.

igel-zuhause.jpgEs ist wieder soweit, der Herbst klopft an unseren Türen und die Heizungen werden hochgefahren. Die Igelwelt bereitet sich auch für ihren Winterschlaft vor. Welcher Igel hat aber jetzt zu wenig Gewicht? Was tut man mit einem verletzten Igel und wie könnte man ideale Schlafbedingungen für den Igel im häuslichen Garten anbieten?
Diese Fragen werden auf der Homepage http://www.igelkomitee-hamburg.de beantwortet.
Von dort stammt auch der folgende Artikel Wie erkenne ich einen kranken Igel?

Die folgenden äußeren Merkmale lassen auf eine Krankheit schließen:

1.
Igel irren mitten am Tage umher oder liegen in der Sonne. Sie sind dann oft schon mit kleinen gelben Fliegen-Eiern besetzt. Sie haben tiefliegende Augen und eine trockene Nase. Es kann auch sein, dass sie im Winter bei Eis und Schnee am Tage herumlaufen.

2.
Igel sind stark abgemagert. Sie sind dann hinter dem Kopf eingefallen und haben dort den sogenannten „Hungerknick“. Die Ursachen sind meistens Innenparasiten- oder Bakterienbefall.

3.
Igel sind gelähmt. Wenn man sie aufnimmt, kann man feststellen, dass sie keine Spannkraft haben oder sie ziehen beim Laufen die Beine nach (Teillähmung). Die Ursache ist in der Regel Vitaminmangel.

4.
Igel haben einen Abszess. An verschiedenen Körperstellen kann eine Schwellung oder Verkrustung der Stacheln festgestellt werden, die oft stark riecht.

5.
Igel haben offensichtlich äußere Verletzungen oder Beinbrüche. Bei Beinbrüchen rollt sich der Igel nicht ganz ein, und ein Fuß ist sichtbar. Viele Verletzungen werden indirekt durch den Menschen verursacht. Siehe unser Info-Blatt „Igel in Gefahr

6.
Igel haben Stachel- oder Haarausfall. Oftmals sind dann schon kahle Stellen im Stachelkleid, am Haarkranz an der Seite oder am Bauch zu erkennen. Die Ursache kann Hautpilz oder Bakterienbefall sein, auch durch Ausfluss aus vereiterten Ohren.

Im Spätherbst herumirrende junge Igel sind oft hilfsbedürftig. Für die Beurteilung, ob ein Jungigel im Herbst aufgenommen werden muß, weil er untergewichtig und deshalb vermutlich auch krank ist, haben wir die folgende Faustregel für Norddeutschland aufgestellt: rot-fund-warpe081.jpg

im Oktober unter 200 g Körpergewicht
im November unter 300 g Körpergewicht
im Dezember unter 400 g Körpergewicht

Dies ist nur eine Faustregel, die nicht unbedingt strikt eingehalten werden muss. Bei der Beurteilung sollte auch die Wetterlage berücksichtigt werden. Während einer längeren Regenperiode im Herbst oder bei geschlossener Schneedecke und Dauerfrost wird man einen Jungigel eher hereinnehmen müssen, als bei schönem Herbstwetter und leichtem Nachtfrost.
Gartenbesitzer rufen wir auf, ab Mitte September eine Futterstelle einzurichten, damit draußen zugefüttert werden kann, bis der Dauerfrost einsetzt. (siehe Info-Blatt „Futterhäuser„)

Als erste Maßnahme wird der gefundene Igel gewogen und, wenn erforderlich, mit einem Flohpuder nur leicht über dem Rückgrat entlang eingepudert. Wenn er unterkühlt ist, muss er sofort auf einer Wärmflasche oder einem Heizkissen bei ca. 29 Grad , diese bedeckt mit dickem Handtuch, gewärmt werden. Der Igel wird ebenfalls mit einem Tuch bedeckt.
Der aufgefundene kranke Igel muß einem Tierarzt oder einer Igelstation vorgestellt werden, damit beurteilt werden kann, welche medizinischen Maßnahmen erforderlich sind.

Igel stehen unter Naturschutz. Es ist nach dem Bundesnaturschutzgesetz verboten, diese besonders geschützten Tiere aus der Natur zu entnehmen und gefangen zu halten. Eine Ausnahme läßt jedoch der § 43(6) dieses Gesetzes zu. Danach ist es zulässig, verletzte, hilflose oder kranke Tiere aufzunehmen, um sie gesund zu pflegen. Die Tiere sind unverzüglich in die Freiheit zu entlassen, sobald sie sich dort selbständig erhalten können.

Komitee für Igelschutz e.V. Hamburg
Geschäftsstelle
Flaßheide 42 – 22525 Hamburg
Telefon: 040-5 40 48 07 – Fax: 040-52 01 48 02
E-Mail:
Igelverein-Hamburg@t-online.de

Nachtrag aus 2010: Die zwei Igel, welche Abends immer zum Fressen auf das Tierheimgelände kamen, sind in den frühen Morgenstunden von Unbekannten überfahren worden. Sogar der kleine Igelnachwuchs der beiden wurde ebenfalls überfahren 🙁

Nachtrag 2 aus 2010:Das Igelbaby ist inzwischen zu einem gesunden, kräftigen und gewichtigen Igel herangewachsen. Wir haben ihn jetzt wieder der Natur übergeben. Damit er nicht ganz hilflos sein neues Leben beginnt, bieten wir ihm in seinem neuen Revier Futter an, aber er hat wohl genug vom Katzenfutter und scheint lieber den örtlichen Kompost nach Würmern zu durchwühlen.

Nachtrag 3 aus 2010: Im Dezember ist ein ca. 200g Igel im Tierheim abgegeben worden. Er wird nun im ehemaligen Vogelhaus den Winter verbringen und zum Frühling wieder ausgesetzt werden. Haben sie eigentlich gewusst, dass so ein Mini-Igel fast genausoviel futtert wie eine kleine Katze????


Tier gefunden – was nun?

So, 31.Juli 2016 von: Leitung Kategorie: Tierschutz Aktuell, Tierschutz Allg.

Plötzlich stehen sie da, die fremde Katze, der fremde Hund, aber bei beiden sollte man sich unterschiedlich verhalten. Die Katze streicht schnurrend um Ihre Beine oder sitzt vor Ihnen und schaut mit großen hoffnungsvollen Augen, ob da wohl etwas Futter zum erbetteln ist.
Nicht jede fremde Katze ist auch wirklich ein Tier in Not. Vielleicht gehört sie einem Nachbarn, der neu zugezogen ist, oder ein Nachbar hat sich seit kurzem eine Katze zugelegt, ist in Urlaub gefahren und sein Tiersitter hat das Tier entkommen lassen oder in einem Auto ein unfreiwilliger Passagier gewesen usw. usw.

Katzen sind schlau, sie haben schnell heraus, wo es im Laufe eines Tages eine extra Portion Futter oder zusätzliche Streicheleinheiten gibt, wenn der eigene Mensch nicht zu Hause und der Katze langweilig ist.

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Tiere sind keine Weihnachtsgeschenke

Do, 10.Dezember 2015 von: Leitung Kategorie: Tierschutz Allg.

SAMSUNG

Weihnachten

Das Fest der Freude und der Liebe. Das Bild von fröhlichen Menschen, lachenden Kindern, die mit ihren neuen Haustieren unter dem Weihnachtsbaum spielen. Das Fest bedeutet aber auch Stress für die Erwachsenen, die versuchen den Tag so perfekt und harmonisch wie möglich zu gestalten.

Jeder Umgebungswechsel ist für die Tiere sehr anstrengend. Gerade kleine Heimtiere wie Vögel, Hamster, Meerschweinchen, Kaninchen und Reptilien benötigen in den ersten Tagen in der neuen Heimat viel Ruhe, um sich einleben zu können und sind somit ein ungeeignetes „Spielzeug“ für Kinderhände, die die neuen „Sachen“ ausprobieren möchten und schon ihre eigene Vorstellung haben, wie sich das Tier verhalten soll. Was es tun und können müsste und was es nicht tun sollte.

Die Weihnachtsfeiertage mit dem dazugehörigen Trubel, Familienfeiern und Besuchen sind absolut nicht dafür geeignet, einem scheuen Tier die Angst zu nehmen. Sensible Hunde oder Katzen werden durch den Weihnachtstrubel eher verschreckt.

Spätestens im neuen Jahr gehts dann richtig rund: (mehr …)


Todesfalle Kippfenster

Mo, 13.Juli 2015 von: Leitung Kategorie: Tierschutz Allg.

Traurig aber wahr. Kippfenster sind oft eine unterschätzte Gefahrenquelle.

Diese Fenster sind mitunter eine der sehr häufigen Ursachen für schwerwiegende Verletzungen bei Katzen. Die Todesfalle Kippfenster hat sogar einen eigenen Begriff in der Tiermedizin erhalten. Das sogenannte Kippfenster-Syndrom.
Zu einem Kippfensterunfall kommt es durch den Versuch der Katze, durch das gekippte Fenster nach draußen (oder nach drinnen) zu gelangen. Wenn die Katze dabei in den nach unten enger werdenden Spalt rutsch. Die Katze kann sich aus dieser Situation in der Regel nicht selbst befreien, sondern rutsch bei jeder Bewegung nur noch tiefer. Dadurch kommt es zur Quetschung der Organe und/oder Unterbrechung der Blutversorgung und eingeklemmte Körperteile sterben ab (Verlust von Pfoten oder gar Querschnittslähmung!)
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Mal unter uns gesagt …

Mi, 17.Juni 2015 von: Tierheimteam Kategorie: Tierschutz Allg.

Liebe Tierfreunde,


ja, Katzenwelpen sind süß. Sie sind putzig anzusehen. Sie sind tapsig, unbeholfen, einfach zum Knuddeln.

Und jeder fragt danach… . Auf sozialen Netzwerken, auf der Straße bei Freunden und Bekannten. Und jeder hat scheinbar welche abzugeben. Schafft man es nicht, die Kleinen unter die „Kittenfreunde“, Entschuldigung „Katzenfreunde“ zu bringen, so ist guter Rat teuer und das Samtpfötchen muss sich irgendwie ein neues Zuhause suchen und irrt hilflos durch die Straßen und Wälder.

<SAMSUNG DIGITAL CAMERA>Ein kleiner Teil landet schon mal bei uns im Tierheim Drakenburg, ein anderer Teil wird von Wildtieren gefressen und das sind sicherlich nicht die Wölfe, andere werden Opfer der Straße durch unaufmerksame Autofahrer, die sich in den wenigsten Fällen um die verunfallten Tiere kümmern … .

Man fragt sich als Tierschützer nach dem „Warum“?! Warum lässt man seine Katze/Kater nicht kastrieren? Warum nimmt man dieses Katzenleid, welches durch GEWOLLTE „Kitten“ entsteht, einfach in Kauf?
Moment, welches LEID, fragen sich nun einige (viele)?
Überlegen wir mal: Eine kleine Kitte, die man aus irgendeinem Grunde nicht „los wird“, überlässt man schon mal seinem Schicksal. Es ist ja ein „Tier“, welches sich irgendwie durchschlagen wird. Katzen suchen sich ja eh ihr eigenes Zuhause… . Ende gut alles gut?
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