Eric und Fynn – Rettung aus der Not
Bereits vor 4 Jahren bekamen wir die Meldung, dass bei einem uns nur zu gut bekannten Hof, Hunde unter erbarmungswürdigen Zuständen ihr trauriges Leben fristeten.
Nicht zum ersten Mal rückte ein Team vom Tierheim Drakenburg aus, um sich die Lage vor Ort anzusehen und anschließend dem Veterinäramt Bericht zu erstatten.
Der Besitzer gehörte schon seit langer Zeit zu den Tierhaltern, bei denen immer wieder grobe Verstöße gegen das Tierschutzgesetz zu beklagen waren. So fanden wir auch dieses Mal wieder Schafe und Hunde vor, die schlecht versorgt wurden, krank waren und denen es einfach nur schlecht ging.
Damals durften wir einen Wurf Welpen samt Mutter mitnehmen. Die Hündin sollten wir nach Absetzen der Welpen sogar wieder zurückgeben. Zum Glück konnte das unsere Tierheim Leiterin gerade noch verhindern.
Kurze Zeit später erreichte uns die Meldung von zwei weiteren Hunden, welche in ihrem eigenen Kot vegetierten, dazu noch ohne Futter und sauberes Wasser. Aufmerksame Spaziergänger meldeten den Fall auch dem Veterinäramt und einer weiteren Behörde.
Wir hätten sie sofort genommen, aber leider entschied sich die zuständige behördliche Stelle anders. Das bedeutete für die Tiere ein Leben im viel zu kleinen Zwinger, der nicht nur ständig voller Kot und Urin war, sondern nicht mal über eine vorschriftsmäßige Hütte verfügte.
Am vergangenen Freitag wurden wir informiert, dass die Hunde selbst bei diesen warmen Temperaturen weder Futter noch Wasser hatten! Da zur Zeit alle Zwinger im Tierheim belegt waren, versorgten ehrenamtliche Mitarbeiter des Tierheims Drakenburg die Hunde durch die Zwingergitter.
Wir wollten die Hunde unbedingt ins Tierheim holen, so setzten wir alle Hebel in Bewegung, um Kapazitäten für die beiden im Tierheim zu schaffen.
Am Montag war es endlich soweit. Mit Halsbändern, Leinen und Leckerlies bewaffnet, fuhren wir zum Hof. Niemand wusste genau, wie diese vernachlässigten Tiere reagieren würden, wenn jemand fremdes den Zwinger betrat. Aber sie verhielten sich, wie es Hunde so oft tun. Sie freuten sich und ahnten wohl, dass die Zeit in dieser furchtbaren Unterbringung nun endlich vorbei war. Beim Verlassen des Hofes mussten wir den ehemaligen Besitzer auffordern, den Weg frei zu geben, da einer der Hunde ganz offensichtlich Angst vor ihm hatte.![]()
Im Tierheim angekommen, zogen sie zwar auch wieder in einen Zwinger, doch der ist viel größer und natürlich sauber, trocken und mit ausreichend Futter und Wasser bestückt. Schon nach der ersten aufregenden Stunde konnte man zwei sichtlich zufriedene Hundegesichter sehen, die von drei strahlenden Menschengesichtern beobachtet wurden.
Das sind Momente in denen man genau weiß, warum man als Tierschützer all das macht, aushält und vor allem zusammen durchhält.
An dieser Stelle vielen Dank auch an das Veterinäramt, das richtig entschieden hat und uns erlaubte die Tiere zu befreien.![]()
Sobald wir die zwei, die übrigens nun Eric und Fynn heißen, etwas besser kennen, werden wir sie genauer beschreiben und ein zu Hause für sie suchen. Aber erstmal müssen sie in ihrem neuen Leben in Ruhe ankommen.
Gegenüber dem ehemaligen Besitzer wurde schon vor Jahren ein Tierhalteverbot ausgesprochen. Leider fand dieser im engsten Familienkreis eine Person, welche „offiziell“ als Besitzer der Tiere galt. Wir hoffen, dass man das Tierhalteverbot nun auch auf diese Person ausweiten wird. Leider liegt das nicht in unserer Hand, sondern in der des Veterinäramtes.
Mona Uffenkamp
Nachtrag: Das Video wurde knapp 3 Wochen später von den beiden aufgenommen. Sie haben sich inzwischen gut im Tierheim eingelebt und geniessen ihre neue Freiheit auf unserer Hundewiese.



So etwas ist sooo schrecklich ….
Wie kann man die Tiere nur soo quälen,mit dem Besitzer sollte man das selbe tun einfach mal in einen Zwinger ohne Wasser und Brot !